Verknüpfte Erinnerungen

Verknüpfte Erinnerungen

Narrative von gestern für Deutsche von morgen

Deutschland beheimatet als Einwanderungsland Menschen mit unterschiedlichen Geschichtserfahrungen und – daraus folgend – Erinnerungskulturen.  Das stellt Gesellschaft und Politik vor außerordentliche Herausforderungen.

Deutschland ist historisch durch die christliche Judenverfolgung, den Antisemitismus und den Holocaust geprägt, sieht sich aber, aufgrund von Flucht und Einwanderung, mit dem Erbe des Kolonialismus zunehmend konfrontiert.  Die (Post-) Migrationsgesellschaft ist somit das Terrain verschiedener historischer Erinnerungsnarrative – eine neue Konstellation, die neue Fragen und Herausforderungen mit sich bringt:

In welcher Verbindung kann sich die bisherige kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zu Menschen öffnen, deren Erinnerungskulturen eher von Kolonialerfahrungen geprägt sind? Kann Deutschland als Residenzgesellschaft für Migrant*innen seine Erinnerungskultur modifizieren und die Erinnerung an Kolonialverbrechen integrieren? Wie lassen sich unterschiedliche Erinnerungskulturen in einer Postmigrationsgesellschaft gestalten, jenseits von Konflikt und Konkurrenz?

Der Vortrag von Prof. Dr. Omar Kamil will mit einem transkulturellen Ansatz Antworten auf diese Fragen suchen. Im Anschluss gibt es ein Gespräch mit Dr. Sina Arnold und ein moderiertes Q&A.

© Omar Kamil

Datum:

04.12.2020

Kontakt:

Tanja Lenuweit
t.lenuweit@minor-kontor.de

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung Tür an Tür des Projektes Der Gang der Geschichte(n) in Kooperation mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung / Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt statt.

Das Projekt wurde unter der Schirmherrschaft von Außenminister Heiko Maas entwickelt.

Das Projekt wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Auswärtigen Amt.

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