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Evaluation von Projekten der communities-orientierten politischen Bildung

Die communities-orientierte aufsuchende politische Bildung ist ein neues Feld. Um Erfahrungen zu sammeln, Ansätze zu reflektieren und gemeinsam weiterzuentwickeln werden die von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung geförderten Projekte wissenschaftlich begleitet.

Kontakt:

Tanja Lenuweit
t.lenuweit@minor-kontor.de

Laufzeit:

11.03.2025 – 31.12.2025

Der communities-orientierte Ansatz ist in der aufsuchenden politischen Bildung noch weitestgehend Neuland: Angebote der politischen Bildung werden direkt in die Lebenswelten der Menschen gebracht, um sie dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten – in ihrer Nachbarschaft, in Vereinen oder anderen sozialen Netzwerken. Der partizipative und barrierearme Zugang ermöglicht es, niedrigschwellige und beteiligungsorientierte Bildung zu entwickeln, die relevante politische Themen aufgreift und zur demokratischen Teilhabe anregt. Dies gilt insbesondere für migrantisierte Menschen, denn politische Teilhabe ist eine zentrale Frage der Zugehörigkeit.

Communities-orientierte politische Bildung: Gemeinsam Neues erproben und entwickeln

Die Berliner Landeszentrale für politische Bildung fördert Projekte im Bereich der communities-orientierten aufsuchenden politischen Bildung, die sich an migrantisierte Menschen richten. Die Erfahrungen, die in diesen Projekten gesammelt werden, sind wertvoll für alle, die ähnliche Vorhaben planen. Durch den Austausch und die Reflexion der Arbeit kann voneinander gelernt und so die communities-orientierte politische Bildung weiterentwickelt und gestärkt werden.

Wissenschaftliche Begleitung: Unterstützung und Auswertung

Die wissenschaftliche Begleitung unterstützt beim Sammeln und Auswerten der vielfältigen Projekterfahrungen.
Zentrale Fragen sind:

  • Welches Verständnis von politischer Bildung haben die jeweiligen Projektträger?
  • Was sind die Gelingensbedingungen einer communities-orientierten aufsuchenden politischen Bildung?
  • Was ist förderlich und was nicht?
  • Wie kommen die Ansätze bei den Menschen an, die mit der Arbeit erreicht werden sollen?
  • Welche Unterstützung wünschen und brauchen Träger bei der Umsetzung solcher Projekte?

Partizipativer Ansatz: Perspektiven der Projektträger

Der Ansatz ist partizipativ. Es geht nicht um eine externe Bewertung der Umsetzung dieses innovativen Ansatzes, sondern um die Einschätzungen und Perspektiven der Projektträger selbst. In Einzelinterviews sowie über Gruppen- und Fokusgespräche soll gemeinsam herausgefunden werden, wie aufsuchende communities-orientierte politische Bildung aussehen und wie sie gelingen kann.

Die Ergebnisse werden in kurzen Working Papers zusammengefasst.

Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt im Auftrag der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.