Fachtag: DSGVO-konforme Kommunikation in der OKJA

Ein praxisbezogener Fachtag zum Umgang mit Datenschutz in der digitalen OKJA

Wie kann digitale Berliner Jugendsozialarbeit sicher und professionell und gleichzeitig niedrigschwellig im Sinne der Klient*innen und Jugendsozialarbeiter*innen sowie ihrer Träger gestaltet werden? Welche Grenzen und Herausforderungen bestehen bei der Kommunikation zwischen Jugendsozialarbeiter*innen und Klient*innen im digitalen Raum und wie kann ein Umgang mit diesen in der Praxis aussehen? Wie können Jugendsozialarbeiter*innen sich und ihre Klient*innen bei der digitalen Kommunikation schützen und gleichzeitig ihre Zielgruppen bestmöglich online erreichen und unterstützen? Welche Themen können auf den beliebtesten Plattformen der Jugendlichen besprochen werden? Wann, wie und in welche Kommunikationskanäle kann bei sensiblen Themen eine Überleitung erfolgen?

Diese Fragen stehen beim Fachaustausch am 22. Juni im Mittelpunkt. Der Fokus liegt hier auf einem praxisbezogenen Austausch zur Anwendung und Umsetzung der rechtlichen Grundlagen (insbes. DSGVO) und des Vertrauensschutzes bei gleichzeitiger Erfüllung der Anforderungen der Niedrigschwelligkeit, Offenheit, Lebensweltorientierung und Freiwilligkeit.

Die Kernfrage ist: Wie kann Beziehungs- und insgesamt Soziale Arbeit im digitalen Raum (datenschutz-)sicher und professionell funktionieren? Die Herausforderung liegt vor allem auf dem Umgang mit Datenschutz und Datensicherheit: viele populäre Plattformen wie WhatsApp und Instagram weisen hier Schwachstellen auf und eignen sich nicht für sensible Gespräche und den Austausch von sensiblen Daten. Ein direkter Wechsel zu sicheren Anbietern bietet für Klient*innen – und teils auch Jugendsozialarbeiter*innen – teils unüberwindbare Hürden wie das Erstellen eines neuen Accounts oder die Installation einer weiteren App. Hier kann ein Beziehungs- oder Kontaktabbruch die Folge sein. Digitale Jugendsozialarbeit braucht also ein Gleichgewicht aus Datenschutz und Datensicherheit und Niedrigschwelligkeit sowie Lebensweltanbindung für die Beziehungsarbeit und den Kontakt zu den Jugendlichen.

Jugendsozialarbeiter*innen und Träger benötigen hier Klarheit und (gegenseitige) Unterstützung: im Rahmen des Fachtages wird diese auf der Basis datenschutzrechtlicher Grundlagen (siehe hierzu „Fortbildung zu Datenschutz in der OKJA“ am 15. Juni) gemeinsam erarbeitet und gestärkt. Abgeleitet aus Erfahrungen aus der Praxis und dem Wissen zum Umgang mit Datenschutz werden gemeinsame Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Ziel ist es, gemeinsame Standards der (Berliner) digitalen Jugendsozialarbeit für die Kommunikation mit Klient*innen zu entwickeln.

Datum:

22.06.2021

Kontakt:

Laura Ballaschk
l.ballaschk@minor-kontor.de

Das Projekt ist ein gemeinsames Modellprojekt der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der Landeskommission Berlin gegen Gewalt.

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