Nueva Migración 2

Studie zur neuen EU-Binnenmigration nach Berlin

Die Studie „Proyecto Nueva Migración 2 (PNM2) – Neue EU-Binnenmigration nach Berlin“ wird von Minor im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen von Juni bis Oktober 2014 durchgeführt. Sie ist als Folgeanalyse der Studie „Nueva Migración“ konzipiert.

Kontakt:

Christian Pfeffer-Hoffmann
c.pfeffer@minor-kontor.de

Laufzeit:

01.06.2014 – 31.10.2014

Ein Jahr nach der Datenerfassung im Rahmen des Projektes „Nueva Migración“ sollen durch eine erneute und erweiterte Datenerfassung folgende Ziele verwirklicht werden:

  • Erkenntnisse zur Veränderung der ungeregelten Zuwanderung aus EU-Staaten im Jahresvergleich, hier insbesondere am Beispiel der Spanierinnen und Spanier in Berlin;
  • Vertiefte genderbezogene Erhebung und Auswertung der Daten;
  • Vertiefte Analyse der Arbeitssituation dieser frei zugewanderten EU-Bürgerinnen und EU-Bürger auf dem Berliner Ausbildungs- und Arbeitsmarkt;
  • Vertiefte Analyse der Situation älterer Zugewandernder aus Spanien;
  • Vertiefte Analyse der Situation geringqualifizierter Zuwandernder aus Spanien;
  • Feststellung des Beratungsbedarfs und der Inanspruchnahme von Beratungsangeboten durch Ältere und Geringqualifizierte.

Umfrage, Fokusgruppen und Interviews

Methodisch bedeutet dies, dass durch „PNM2“ erneut eine empirische Befragung von nach 2008 nach Berlin eingewanderten Menschen aus Spanien durchgeführt wird. Der Fragebogen wird auf der Basis der Umfrage von 2013 um weitere Vertiefungsfragen ergänzt. Dieser wird für „PNM2“ nicht nur online geschaltet, sondern auch in Papierform in Beratungsstellen, Cafés sowie mithilfe von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren weiterverbreitet. Über diese Kanäle sollen vor allem nicht-internetaffine Zielgruppen erreicht werden.

Ergänzt wird dies durch Fokusgruppen und durch individuelle narrative Interviews, um die Situation der neu Zugewandernden vertieft zu erfassen und auch die Veränderung ihrer Erfahrungen und Perspektiven zu erfassen.

Dauerhafte und temporäre Migration

Dabei geht es darum, die Entwicklung über die Jahre hinweg zu betrachten. Besonderer Wert wird auf eine genderdifferenzierte Erfassung und Bewertung der Situation gelegt. Auch Berufe und Branchen werden unterschieden. Damit sollen zum einen Teilgruppen mit einer Perspektive auf dauerhafte Integration und solche mit einer Perspektive auf temporäre bzw. zirkuläre Migration klarer identifiziert werden.

Zu den genderdifferenzierten Fragen gehören z. B. die individuellen Erwartungen an die Integration, die Aspekte, die fördernde und hemmende Faktoren einer Integration sind, die Planungen zu bleiben oder in weitere Länder zu migrieren, die Motivation für Integrationsaktivitäten, soziale und kulturelle Verbindungen, Bedeutung des sozialen, kulturellen und beruflichen Hintergrundes der Teilnehmenden, die Familienplanung oder die Fähigkeit von Teilarbeitsmärkten, ausländische Arbeitskräfte zu integrieren.

Im Ergebnis legt „PNM2“ dem Auftraggeber einen Forschungsbericht vor, der auch wissenschaftlich publiziert werden kann. Außerdem sollen Handlungsempfehlungen für eine besser gelingende Integration der verschiedenen Teilgruppen beschrieben werden, sowohl in Bezug auf die Deckung steigenden Fachkräftebedarfs des Berliner Arbeitsmarktes als auch auf die soziale Integration in Berlin.

Die Studie wird im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen durchgeführt.

Logo der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen