Revue de Vie

Theater- und musikpädagogische Werkstätten mit Inhaftierten

Das Projekt will im doppelten Wortsinn „Revue de Vie“ sein: Zum einen bringt es die Arbeit von theater-und musikpädagogischen Werkstätten mit Inhaftierten als bunte Revue über das Leben auf die Bühne. Zum anderen soll es Inhaftierten einen Ort geben, in dem sie ihr Leben und Handeln Revue passieren lassen können, um daraus für ihre verantwortungsvolle Rückkehr in die Gesellschaft zu lernen.

Kontakt:

Elisabeth Hoffmann
e.hoffmann@minor-kontor.de

Laufzeit:

01.04.2011 – 30.06.2013

Das Projekt „Revue de vie“ greift auf eine lange Vorerfahrung mit Theater- und Musikprojekten sowie mit politischer Bildung im Strafvollzug zurück. In vielen Jahren haben wir gelernt, dass wir mit unserer Arbeit die Teilnehmenden aufmerksam für sich und andere machen können, dass sie sich öffnen und verändern können, dass sie über ihren Lebensweg reflektieren.

In Berlin wie auch im Berliner Strafvollzug treffen Menschen aus vielen Nationen, mit vielen Religionen, Kulturen und Migrationserfahrungen aufeinander. Ziel des Projektes ist es, diese Vielfalt als Chance, als Ressource zu begreifen.

Leben und Handeln Revue passieren lassen

In zwei jeweils neun Monate dauernden Werkstätten beschäftigen sich die Teilnehmenden mit den Themen „Heimat“ und „Identität“.

Das wichtigste künstlerische wie pädagogische Prinzip ist, dass alle Texte, Musikstücke und Szenen, also alle künstlerischen Produkte von den Inhaftierten selbst entwickelt und mitgestaltet werden. In den Werkstätten werden die vielfältigen (Jugend-)Kulturen aufgegriffen, die die Teilnehmenden mitbringen.

Theaterwerkstätten

„Revue de Vie“ begleitet die Inhaftierten in zwei dauerhaften Theaterwerkstätten aus dem geschlossenen über den offenen Strafvollzug bis nach der Entlassung in ein straffreies und selbstbestimmtes Leben.

Die Trainings werden durch ein interdisziplinäres Team umgesetzt, in dem Trainerinnen und Trainer für Tanz, Akrobatik und Schauspiel, Musikpädagoginnen und Musikpädagogen sowie Bühnenbildnerinnen und Bühnenbilder zusammenarbeiten. Sie finden wöchentlich in der Justizvollzugsanstalt für Frauen Berlin und der Draußenwerkstatt statt. In der Darußenwerkstatt kommen in den Räumlichkeiten der Initiative Buttmannstr Inhaftierte aus den offenen Vollzügen der Justizvollzugsanstalt für Frauen Berlin und der Jugendstrafanstalt Berlin sowie Haftentlassene zusammen.

Geleitet werden die Trainings von Sabine Winterfeldt, Hanna Essinger, Mirella Galbiatti, Christian Schodos, Dixie Schmiedle, Oliver Broumis, Lexa Schäfer als Musiker und Wolfgang Stärke als Bühnenbildner.

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin sowie der Bundeszentrale für politische Bildung.

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