Synchronisierungsversuche im interreligiösen Dialog

Religionen prägen unsere Verständnisse von Zeitlichkeit auf unterschiedliche Art und Weise: Durch innerreligiöse tradierte Formen des Umgangs mit Erinnerung, die ritualisierte Organisation des Alltags und die Einteilung des Jahres oder durch Handlungsanweisungen, die auf religiös gerahmte Zukunftsvisionen basieren. Doch wie gehen wir im interreligiösen Dialog mit den unterschiedlichen Verständnissen von Zeit um, die aus den religiösen Traditionen erwachsen – und welche Konflikte und Möglichkeiten ergeben sich aus dem Mit- und Gegeneinander diverser Zeitlogiken? Gemeinsam diskutieren wir anhand praktischer Beispiele wie ökologischer Debatten, Geschlechterfragen und liturgischer Praxis über die Unterschiedlichkeit religiöser Zeitlogiken aber auch über die Momente, in denen religiöse Zeitlogiken ignoriert, überlagert oder auch im synchronen Einklang gebracht werden.

Im Mittelpunkt der Praxislabors stehen folgende Fragen:

  • Wie zeigen sich die Unterschiede in Zeitlogiken – zwischen und innerhalb von Religionen? In welchen Momenten werden auch in säkularen Kontexten religiös geprägte Zeitlogiken übernommen?
  • Wie können wir verschiedene Zeitverständnisse produktiv aufgreifen – ohne Harmonisierungsdruck? Wie können wir ökologische Krisen oder Aushandlungen von Geschlechterrollen aus unseren unterschiedlichen Verständnissen heraus gemeinsam bearbeiten und wann steht diese Unterschiedlichkeit einer sinnvollen Bearbeitung auch im Weg?
  • Lassen sich in der Art des Umgangs mit unterschiedlichen Zeitlogiken auch Strategien wie Synchronisierungs- oder Translationsmethoden finden, die wir auch in der interreligiösen Praxis nutzen können?

Buntes Bild mit dem Schriftzug Praxislabor

Datum:

30.03.2026 | 17:00 – 18:30 Uhr

Ort:

digital

Kontakt:

Tanja Berg
t.berg@minor-kontor.de

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes ReKo statt.

Das Projekt wird von dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.