2. Fachaustausch Demokratieförderung im Übergangssystem

Bildungsansätze und Methoden der Demokratieförderung im Übergangssystem

Das Übergangssystem als Teil der beruflichen Bildung ist komplex und heterogen, und zwar sowohl mit Blick auf seinen strukturellen Aufbau als auch auf seine pädagogische und didaktische Ausgestaltung. Je nach Bundesland werden hier unterschiedliche Wege beschritten, die sich jeweils auch in den pädagogischen Angeboten niederschlagen. Unser Schwerpunkt bei diesem zweiten Fachaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis liegt auf dem Spannungsverhältnis zwischen den gesellschaftspolitischen Herausforderungen, den strukturellen Möglichkeiten und den pädagogischen Ansätzen im Feld. Im Fokus soll deshalb der Erfahrungsaustausch zum Umgang mit dem Thema Demokratie, der Ausgestaltung von Angeboten und Maßnahmen sowie auf Leerstellen liegen. Zu diesem Zweck beschäftigen wir uns mit zwei Ansätzen der politischen Bildung, die Demokratieförderung in allgemeinbildenden und beruflichen Schulen verankern sollen und diskutieren, inwiefern sich diese auf das Übergangssystem übertragen lassen.

Leitfragen sind u. a.:

  • Welche praktischen und theoretischen Ansätze, Angebote und Methoden haben sich bewährt, um Fragen nach einer Förderung von Demokratie zu bearbeiten?
  • Wie lassen sich bestehende Konzepte, Ansätze oder Modelle auf andere Träger, Bundesländer oder Maßnahmen übertragen?
  • Welche Leerstellen gibt es?

Auch wenn das Übergangssystem selten als wichtiger Ort der Demokratieförderung wahrgenommen wird, ist es ein Ort, an dem Menschen mit demokratischen Verfahren, Angeboten und Strukturen erreichen werden können. Gerade unter den sich verändernden gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Bedingungen in der Corona-Pandemie stehen viele Akteurinnen und Akteure im Feld vor neuen Herausforderungen. Dabei haben wir gleichermaßen die Steuerungsebene, Vertreterinnen und Vertreter des Handwerk, Zuständige kommunaler Verwaltungen und pädagogische Fachkräfte aus Schulen und Maßnahmeträgern im Blick.

Die „Fachstelle Demokratieförderung im Übergangssystem“ des Kompetenznetzwerks „Demokratieförderung in der beruflichen Bildung“ widmet sich seit Anfang dieses Jahres der Aufgabe, diverse Akteurinnen und Akteure im Feld mit Analysen, Vernetzung und der Entwicklung und Erprobung von Ansätzen und konkreten Möglichkeiten der Demokratieförderung im Übergangssystem zu unterstützen. Unser Ziel ist es, zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Praxis und Forschung einen vielstimmigen Erfahrungsaustausch anzustoßen.

Datum:

26.11.2020

Kontakt:

Tanja Berg
t.berg@minor-kontor.de

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes Demokratieförderung im Übergangssystem statt.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und der Bundeszentrale für politische Bildung.