Arbeitsausbeutung beenden

Osteuropäische Arbeitskräfte in der häuslichen Betreuung in Deutschland

Nora Freitag, Juli 2020

Mehrere Hunderttausend häusliche Betreuungskräfte (sog. Live-ins) kümmern sich in Deutschland um ältere Menschen und wohnen dabei in deren Privathaushalten. Obwohl sie in großem Umfang von schwerer Arbeitsausbeutung und Prekarität betroffen sind, sind sie bisher nicht in den Fokus der Politik gerückt. Dabei hat sich in Zeiten der Corona-Krise bereits deutlich abgezeichnet, welche entscheidende Stütze und Entlastung die Live-Ins für das deutsche Pflegesystem darstellen und welche Verunsicherung deren Ausfall hervorrufen kann.

Diese Publikation verdeutlicht anhand von typischen Fallbeispielen aus der Beratungspraxis die vielschichtigen Probleme, die sich aus den schwierigen Beschäftigungsverhältnissen für die betroffenen Betreuungskräfte ergeben und formuliert Handlungsempfehlungen für die Politik. Sie veranschaulicht, dass eine Regulierung der Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse der Live-Ins dringend notwendig ist.

Entstanden ist die Publikation des Deutschen Instituts für Menschenrechte im Auftrag des Projekts MB 4.0 – Gute Arbeit in Deutschland. Das Projekt Migrationsberatung 4.0 unterstützt seit Juli 2019 die polnischsprachigen Live-Ins bei der Wahrnehmung ihrer Rechte, bietet ihnen kompetente und ortsunabhängige Information und Beratung über soziale Medien an und schafft so einen einmaligen und direkten Zugang zu dieser besonders vulnerablen Personengruppe.

Kontakt:

Agnieszka Skwarek
a.skwarek@minor-kontor.de

Weitere Informationen:

40 Seiten
ISBN 978-3-946499-70-1

Bezugsmöglichkeiten:

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Diese Publikation wurde im Auftrag des Projektes Migrationsberatung 4.0 veröffentlicht.

Das Projekt wird von der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert.

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