Migrationsberatung 4.0

Aufsuchende Beratung zum Thema Arbeiten in den sozialen und digitalen Medien

Das Projekt konzeptioniert und implementiert modellhaft aufsuchende Informations- und Beratungsarbeit in bulgarischer, polnischer, rumänischer, englischer, kroatischer, italienischer, spanischer, französischer, griechischer und ungarischer Sprache in den sozialen Medien. Ziel ist die Entwicklung von Methoden, wie mit Hilfe sozialer Medien EU-Arbeitnehmerinnen und EU-Arbeitnehmer bestmöglich informiert und beraten werden können.

MB4.0_Logo

Kontakt:

Rossina Ferchichi
r.ferchichi@minor-kontor.de

Laufzeit:

16.12.2017 – 31.12.2022

Sprachen:

български | polski | română | español | magyar | hrvatskiitaliano | français | english

Die Zuwanderung aus anderen EU-Staaten auf Grundlage des Freizügigkeitsrechts ist seit über einem Jahrzehnt der beherrschende Einwanderungstrend für Deutschland. Hauptmotiv der Migration ist die Suche nach guter Arbeit.

Mehrere Analysen von Minor zeigen, dass Neuzugewanderte digitale und vor allem Soziale Medien zur Erstinformation und Kommunikation nutzen. Oft bleibt die Informationssuche in diesen Medien allerdings – auch bei gravierenden Integrationsproblemen – auf oberflächliche, widersprüchliche, teilweise irreführende Informationen beschränkt. Trotzdem verlieren die konventionellen Beratungsangebote an Bedeutung.

Das Projekt ist im Januar 2018 mit dem Ziel gestartet, EU-Arbeitnehmende effektiv in Ihrer Arbeitsmarktintegration zu unterstützen. Modellhaft werden die Zugewanderten in den digitalen Räumen, wo sie sich austauschen, beraten und zugleich wird den dort kursierenden Falschinformationen entgegengewirkt. Wesentlich dabei ist der aufsuchende Beratungsansatz – der Zielgruppe dort zu begegnen und auf ihren Bedarf zu reagieren, wo sie gewohnheitsmäßig zu Orientierungs- und Integrationsprozessen in Deutschland kommuniziert. Indessen werden modellhaft Wege der Beratung und Information zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragestellungen in den Sozialen Medien erprobt und ausgewertet.

Das Projekt arbeitet in sieben Handlungsfeldern:

  • Analyse und Monitoring von Social Media Spaces mit Konzentration auf die zehn größten EU-Einwanderungsgruppen.
  • Aufsuchende Informations- und Beratungsarbeit in sozialen Medien von EU-Neuzugewanderten, ihre Qualitätssicherung und Dokumentation.
  • Erstellung von innovativen multimedialen Informationsangeboten.
  • Entwicklung von Informationskampagnen im Kontext der Arbeitsintegration von EU-Neuzugewanderten.
  • Einrichtung eines Beirates von Migrantenorganisationen und Fachleuten für die Abstimmung strategischer Entscheidungen, Erkenntnisse und Pläne des Projektes.
  • Regelmäßige Durchführung von (Fach-)Veranstaltungen und Workshops mit strategischen Partnern, die inhaltliche und methodische Fragen der Informations- und Beratungsarbeit für EU-Zugewanderte aufgreifen und der Vernetzung und Abstimmung dienen.
  • Die Erstellung eines Leitfadens und der Transfer der Projekterkenntnisse in Form einer Handreichung, die im Rahmen einer wissenschaftlichen Abschlussveranstaltung diskutiert wird.

Die Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration hat die Aufgabe, EU-Zugewanderte bei der Wahrnehmung der Rechte, die ihnen im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Deutschland zustehen, zu unterstützen. Sie fördert das Projekt MB 4.0 – Gute Arbeit in Deutschland, das von Minor durchgeführt wird.

MB4.0 erweitert mit seinem Angebot das Feld der Beratungsarbeit für Zugewanderte aus der EU um einen aufsuchenden Informations- und Beratungsansatz. Zudem berät Fem.OS Migrantinnen aus Drittstaaten in ebenfalls zehn Sprachen, um eine bessere individuelle, soziale und berufliche Integration von Frauen zu unterstützen. Damit wird durch die Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration ein breites und niedrigschwelliges Angebot der juristisch geprüften Information und Beratung für Zugewanderte bereitgestellt.

Beratungsschwerpunkt

Informationsangebote

08/2018 - 12/2019

Arbeits- und Sozialrecht für EU-Zugewanderte

Multimediale Formate zu Rechten von EU-Arbeitnemenden in Herkunftssprachen

Veranstaltungen

06/03/2020

Aufbau von digitalen Präsenzen in Social Media

Einrichtung, Aufbau und Unterhaltung von digitalen Präsenzen in Social Media

2019 - 2020

Social Media Netzwerktreffen

Wie und worüber kommunizieren Neuzugewanderte in Deutschland auf Social Media

25/01/2019 - 27/01/2019

Workshop „Datenanalyse in den sozialen Medien“

Erfahrungsaustausch im Bezug von Datenauswertungen in sozialen Medien

11/06/2018

Aktuelles aus der Migrationsberatung 4.0

Kriterien und Netzwerkaufbau für die Beratung in den sozialen Medien

Veröffentlichungen

07/2020

Arbeitsausbeutung beenden

Osteuropäische Arbeitskräfte in der häuslichen Betreuung in Deutschland

05/2020

Corona-Krise in den sozialen Medien

Auswirkungen der Corona-Krise auf das Kommunikationsverhalten ausgewählter Communities im Rahmen des Projektes MB 4.0

05/2020

Auswirkungen der Corona-Krise für Betreuungskräfte aus Polen

Kommunikationsverhalten von polnischen 24-Stunden-Betreuungskräften

02/2020

Beratung für 24-Stunden-Betreuungskräfte aus Polen

Digitale Informationsarbeit für 24-Stunden-Betreuungskräfte aus Polen

12/2019

Beratungsrichtlinien

Allgemeine Qualitätsstandards für die Arbeit des Beratungsteams MB 4.0

Das Projekt wird von der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert.

Logo der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer          Logo der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration