Migrationsberatung 4.0

Aufsuchende Beratung zum Thema Arbeiten in den sozialen und digitalen Medien

Das Projekt konzeptioniert und implementiert modellhaft aufsuchende Informations- und Beratungsarbeit in bulgarischer, polnischer und rumänischer Sprache in den sozialen Medien. Ziel ist die Entwicklung von Methoden, wie mithilfe sozialer Medien EU-Arbeitnehmende bestmöglich informiert und beraten werden können.

Kontakt:

Rossina Ferchichi
r.ferchichi@minor-kontor.de

Laufzeit:

16.12.2017 – 31.12.2020

Sprachen: български | polski | română

Die Zuwanderung aus anderen EU-Staaten auf Grundlage des Freizügigkeitsrechts ist seit 2010 der herrschende Einwanderungstrend für Deutschland. Dabei bilden EU-Bürgerinnen und EU-Bürger aus den Herkunftsländern Polen, Rumänien und Bulgarien die drei größten Neueinwanderungsgruppen. Hauptmotiv der Migration ist die Suche nach guter Arbeit.

Mehrere Analysen von Minor zeigen, dass Neuzugewanderte digitale und vor allem Soziale Medien zur Erstinformation und Kommunikation nutzen. Oft bleibt die Informationssuche in diesen Medien allerdings – auch bei gravierenden Integrationsproblemen – auf oberflächliche, widersprüchliche, teilweise irreführende Informationen beschränkt. Trotzdem verlieren die konventionellen Beratungsangebote an Bedeutung.

Das Projekt ist im Januar 2018 mit dem Ziel gestartet, EU-Arbeitnehmende aus Bulgarien, Polen und Rumänien effektiv in Ihrer Arbeitsmarktintegration zu unterstützen. Modellhaft werden die Zugewanderten in den digitalen Räumen, wo sie sich austauschen, beraten und zugleich wird den dort kursierenden Falschinformationen entgegengewirkt. Wesentlich dabei ist der aufsuchende Beratungsansatz – der Zielgruppe dort zu begegnen und auf ihren Bedarf zu reagieren, wo sie gewohnheitsmäßig zu Orientierungs- und Integrationsprozessen in Deutschland kommuniziert. Indessen werden modelhaft Wege der Beratung und Information zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragestellungen in den Sozialen Medien erprobt und ausgewertet.

Handlungsfelder

  • Analyse und Monitoring von Social Media Spaces mit der Konzentration auf die drei größten EU-Einwanderungsgruppen.
  • Aufsuchende Informations- und Beratungsarbeit in den Sozialen Medien von EU-Neuzugewanderten mit Schwerpunkt auf polnisch-, rumänisch- und bulgarischsprachigen Angeboten, ihre Qualitätssicherung und Dokumentation.
  • Erstellung von innovativen multimedialen Informationsangeboten.
  • Entwicklung von Informationskampagnen zu Aspekten der Arbeitsintegration von EU-Neuzugewanderten.
  • Einrichtung eines Beirats von Migrantenorganisationen und Fachleuten für die Abstimmung von strategischen Entscheidungen, Erkenntnissen und Plänen des Projektes.
  • Regelmäßige Durchführung von (Fach-)Veranstaltungen und Workshops mit strategischen Partnern, zur Diskussion inhaltlicher und methodischer Fragen der Informations- und Beratungsarbeit für EU-Zugewanderte sowie für die Vernetzung und Abstimmung.
  • Die Erstellung eines Leitfadens und der Transfer der Projekterkenntnisse in Form einer Handreichung, die im Rahmen einer wissenschaftlichen Abschlussveranstaltung diskutiert wird.

Informationsangebote

Veranstaltungen

25/01/2019 - 27/01/2019

Workshop „Datenanalyse in den sozialen Medien“

Erfahrungsaustausch im Bezug von Datenauswertungen in sozialen Medien

11/06/2018

Aktuelles aus der Migrationsberatung 4.0

Kriterien und Netzwerkaufbau für die Beratung in den sozialen Medien

Veröffentlichungen

04/2019

Beratungsrichtlinien

Allgemeine Qualitätsstandards für die Arbeit des Beratungsteams MB 4.0

Das Projekt wird von der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert.

Logo der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer          Logo der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration