Erinnerungskultur in Syrien und Deutschland

Erinnerungskultur in Syrien und Deutschland

Workshop über syrische und jüdische Geschichte(n) und Erinnerung

In diesem Workshop wollen wir uns mit Geschichte und Geschichtsschreibungen in Syrien und Deutschland beschäftigen. Wir wollen danach fragen, wessen Geschichte erinnert wird und wessen Geschichte unterdrückt, unsichtbar oder vergessen wird – und warum ist das so?

Welche Rolle spielen staatliche Institutionen, wenn es um Erinnerung geht? Was ist Teil der offiziellen Erinnerung? Wofür und für wen gibt es Denkmäler und Rituale? Was und wer fehlt? Und was macht es mit Menschen, wenn die eigene Geschichte nicht in den Geschichtsbüchern steht und nur im Privaten erinnert werden kann? Kann es eine andere Art von Geschichtsschreibung geben?

Ausgehend von diesen Fragen wollen wir uns anschauen, wie staatliche Geschichtsschreibung funktioniert und wie vergessene oder unterdrückte Geschichte erinnert werden kann. Am konkreten Beispiel der jüdischen Geschichte Syriens und des Holocaust in Deutschland wollen wir uns mit Geschichtsschreibungen, Erzähl- und Erinnerungskulturen in/aus Syrien und Deutschland genauer beschäftigen. Wir werden auch darüber sprechen, wo und wie die Geschichte der beiden Länder miteinander verbunden ist. Zum Schluss wollen wir gemeinsam überlegen, wie eine andere, gerechtere Geschichtsschreibung aussehen könnte, die auch Erinnerungen und Geschichten von ausgegrenzten Gruppen einbezieht.

 

Wichtige Informationen:

  • Der Workshop ist kostenlos und findet in Präsenz statt.
  • Er richtet sich an Menschen mit Fluchtgeschichte und findet zweisprachig auf Arabisch und Deutsch statt.
  • Die Teilnehmenden erhalten eine Teilnahmebescheinigung, die bei Bewerbungen oder auf Arbeit und an der Universität vorgezeigt werden kann.

Das Seminar wird von Teamenden von Minor-Projektkontor für Bildung und Forschung zusammen mit Inana Othman durchgeführt und ist Teil des Projekts Geschichte(n) und Perspektiven in Zusammenarbeit mit Start with a Friend e.V.

Inana Othman ist politische Bildungsreferentin, Forscherin und Autorin in Berlin. Sie arbeitet zu Themen- und Praxisfeldern wie intersektionale Bildungs- u. Empowermentarbeit, Oral History, kreatives Schreiben, transnationale Vergangenheitsarbeit, Erinnerungspraktiken und Counter-Archive mit Fokus auf die MENA-Region und Deutschland. Inana hat einen Master-Abschluss in Politik, Geschichte und Wirtschaft der MENA-Region.

Ein Text von Inana Othman: A Syrian visiting a Nazi camp. Questions about the meaning of memory and being a refugee in Germany today


 

Datum:

10.09.2022: 11:00 – 15:00

Ort:

Bona Peiser Sozio-kulturelle Projekträume, Oranienstraße 72, 10969 Berlin

Kontakt:

Ali Salam
a.salam@minor-kontor.de

Sprachen:
عربي

Online-Anmeldung (bitte die Option „Communitymitglied“ auswählen)

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes Geschichte(n) und Perspektiven statt.

Das Projekt wird von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

Logo: Berliner Landeszentrale für politische Bildung