EU-Zugewanderte auf dem Berliner Arbeitsmarkt

Vorstellung von Projektergebnissen im Büro des Landes Berlin bei der EU

Expertinnen und Experten kommen zusammen, um über die Integration von EU-Zugewanderten in regionale Arbeitsmärkte zu sprechen.

Eröffnet wird die Veranstaltung durch Staatssekretär Alexander Fischer, der über die Situation der Zielgruppe auf dem Berliner Arbeitsmarkt berichtet.

Dr. Pfeffer-Hoffmann, Geschäftsführer von Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung, schließt daran mit einem wissenschaftlichen Input an. Er präsentiert Erkenntnisse, die im Rahmen des Projektes „Gute Arbeit für zuwandernde EU-Fachkräfte in Berlin“ gesammelt werden konnten. Sie liefern Auskunft darüber, wie sich die Bevölkerungsgruppe der EU-Zugewanderten in Berlin in den letzten Jahren entwickelt hat. Besonderer Fokus liegt dabei auf ihrer (steigenden) Beteiligung am Arbeitsmarkt. Auch Herausforderungen und Prekaritätsrisiken, mit denen sich in Berlin lebende EU-Bürgerinnen und EU-Bürger im Rahmen ihrer Beschäftigungen konfrontiert sehen, werden thematisiert. Dabei weist Dr. Pfeffer-Hoffmann auf die systematischen Unterschiede hin, die zwischen der Lage von Menschen aus den älteren Mitgliedsstaaten und jenen, die aus den Ländern der EU-Osterweiterung zugezogen sind, bestehen.

Gefolgt wird dieser wissenschaftliche Überblick von einer Podiumsdiskussion – geleitet durch den Leiter der WDR/NDR-Hörfunkstudios in Brüssel, Ralf Sina.

Teilnehmende der Podiumsdiskussion:

  • Alexander Fischer, Staatssekretär für Arbeit und Soziales;
  • Barbara Kauffmann, Direktorin in der GD EMPL der KOM;
  • Gabriele Bischoff, MdEP;
  • Peter Florianschütz, Gemeinderat von Wien, Vorsitzender des Ausschusses für Europäische und Internationale Angelegenheiten und Wiener Vertreter im Ausschuss der Regionen.

Im Gespräch eruieren die Beteiligten, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sich in Bezug auf die Arbeitsmarktintegration von EU-Zugewanderten in den Berliner und Wiener Arbeitsmarkt identifizieren lassen. Zur Sprache kommen dabei neben der Bedeutsamkeit der Freizügigkeit und des positiven Beitrags zuwandernder EU-Fachkräfte auch Fragen in Bezug auf den Umgang mit Niedrigqualifizierten sowie die Problematik des Brain-Drains für bestimmte Herkunftsländer. Kontrovers diskutiert wird die Frage, inwiefern ein Recht auf Bildung und die Einführung einer europaweiten Mindestsicherung die Problemlagen regionaler Arbeitsmärkte reduzieren könnten.

Datum:

16.10.2019

Ort:

Büro des Landes Berlin bei der EU, Avenue Michel Ange 71, B-1000 Brüssel

Kontakt:

Marianne Kraußlach
m.krausslach@minor-kontor.de

Präsentation von Dr. Christian Pfeffer-Hoffman:

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Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Gute Arbeit in Berlin” statt.

Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördert.

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