Gefängnis-Kunst-Gesellschaft

Pädagogik und Kunst im Gefängnis

Das Projekt „Gefängnis-Kunst-Gesellschaft“ zielt darauf ab, einen Perspektivwechsel anzuregen, und zwar sowohl einen Perspektivwechsel der Gefangenen in ihrer Sichtweise auf die Gesellschaft als auch einen Perspektivwechsel der Gesellschaft in ihrer Wahrnehmung von Gefangenen.

Kontakt:

Elisabeth Hoffmann
e.hoffmann@minor-kontor.de

Laufzeit:

01.01.2011 – 30.09.2013

Im Rahmen von wöchentlichen Trainings in der Jugendstrafanstalt Berlin und der Justizvollzugsanstalt für Frauen Berlin arbeiten Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Musikerinnen und Musiker mit pädagogischen und künstlerischen Ansätzen mit Inhaftierten. Ab 2012 arbeiten sie auch in einer weiteren Werkstatt in Berlin-Wedding außerhalb des Strafvollzugs mit Inhaftierten des Offenen Vollzugs und Haftentlassenen.

Perspektivwechsel

Im Mittelpunkt der Arbeit in allen Werkstätten steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie und dem eigenen Platz in der Gesellschaft. Im Rhythmus von 9 Monaten werden Produkte und Produktionen der Werkstätten dem Publikum vorgestellt. Zentrales Ziel des Projektes ist es, Perspektivwechsel anzuregen, und zwar sowohl einen Perspektivwechsel der Gefangenen in ihrer Sichtweise auf die Gesellschaft als auch einen Perspektivwechsel der Gesellschaft in ihrer Wahrnehmung von Gefangenen.

Durch unterschiedliche Sichtweisen auf die Gesellschaft und ihr Leben, soll die Reintegration von Inhaftierten erleichtert werden. Die Teilnehmenden werden befähigt, gesellschaftliche Meinungen und Prozesse besser zu verstehen. Gleichzeitig wird die Gesellschaft offener für Menschen mit Strafvollzugserfahrung.

Veröffentlichungen

Das Projekt wird aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin sowie der Bundeszentrale für politische Bildung finanziert.

Logo der Lotto Stiftung                  Logo der Bundeszentrale für politische Bildung

Im November 2011 wurde Minor mit dem Vorhaben „GKG plus“ im Rahmen der Ausschreibung „Faktor Kunst“ der Montag-Stiftung Kunst und Gesellschaft ausgezeichnet. Über diese Auszeichnung hinaus wird unser Projekt von der Stiftung im Jahr 2012 fördernd und inhaltlich begleitet. An der Ausschreibung nahmen insgesamt 837 Mitbewerber teil. Fünf Projekte bekamen eine Auszeichnung, unser Projekt wird als einziges zusätzlich gefördert und beraten.

Mit „GKG plus“ ermöglichen wir eine weitere Werkstattbühne in der Justizvollzugsanstalt für Frauen. Dort wird gemeinsam mit den inhaftierten Frauen ein Kurzfilm zum Thema „Würde“ entwickelt. Auch das Drehbuch soll mit den Frauen zusammen entworfen werden. In Workshops sollen sie lernen, wie Filme geschnitten und produziert werden. Der entstandene professionelle Film wird dann im Herbst 2012 einem breiten Publikum präsentiert. Bericht zur Preisverleihung: Webseite der Montag-Stiftung

Logo der Montag-Stiftung