Nach Flensburg findet in Kempten der zweite Workshop zur gemeinsamen Konzeptentwicklung im Projekt Connected Women statt. Der Schwerpunkt liegt auch hier auf der verbesserten Aufbereitung und Verbreitung von Informationen sowie auf der inhaltlichen und formalen Gestaltung von Begegnungs- und Vernetzungsangeboten. Gemeinsam mit den Vertreterinnen der Stadtverwaltung diskutieren die Co-Forscherinnen über diesbezügliche Ideen, Ansätze und Möglichkeiten, um basierend darauf passgenaue Konzepte für die Stadt Kempten zu entwickeln.
Hierbei stehen die Perspektiven, Wünsche und Ideen der Co-Forscherinnen im Vordergrund.
So sollten Begegnungs- und Vernetzungsangebote, ihrer Meinung nach, viele Frauen in Kempten ansprechen und nicht nur community-basiert angeboten werden sollen. Die Co-Forscherinnen wünschen sich breite Netzwerke, in denen sich Frauen unterschiedlicher Herkunft und Hintergründe, zu Themen wie Arbeits- und Wohnungsmarkt, Gesundheitssystem, Bildung, Kultur und Freizeitgestaltung austauschen können.
Damit insbesondere neueingewanderte Frauen von solchen Angeboten erfahren, sollten aus Sicht der Co-Forscherinnen die Informationen hierzu vor allem digital und mehrsprachig aufbereitet und zielgruppenspezifisch, u. a. über Social-Media-Gruppen, gestreut werden.
Möglich wäre dies z. B., indem (neu)eingewanderter Frauen, die selbst in den Gruppen aktiv sind, als Multiplikatorinnen agieren. Besonders hilfreich können hierbei kurze (Erklär)Videos sein, in denen (neu)eingewanderte Frauen auf Themen und Angebote aufmerksam machen, die für andere Frauen aus ihrer Community interessant sein könnten.
In den nächsten Monaten werden die Co-Forscherinnen mit Unterstützung der Vertreterinnen der Stadtverwaltung Kempten aus den besprochenen Ideen Konzepte entwickeln, die dazu beitragen sollen, die Bedarfe neueingewanderter Frauen in bestehende und neue Angebote vor Ort stärker einzubetten und die Informationen dazu besser zu verbreiten.