Satirekollektiv

Eine Workshopreihe zu Satire und dem kritischen Umgang mit Medien

Das Satireprojekt setzt sich zunächst in einer Medienanalyse mit unterschiedlichen medialen Darstellungen und deren Manipulation auseinander. Darauf aufbauend werden kreative Interventionsmöglichkeiten entwickelt, um dem eigenen Protest Ausdruck zu verleihen und sich öffentlich Gehör zu verschaffen.

Mit der „Front Deutscher Äpfel“ arbeitet „Frontaldiskurs“ mit einem aktivistischen Kollektiv zusammen, das sich seit 2004 satirisch mit Themen wie Nationalismus und faschistischer Ideologie im weiteren Sinne mit verschiedensten künstlerischen Mitteln auseinandersetzt. Die Gruppe bringt Erfahrungen mit unterschiedlichen Aktionsformen mit. Trägerverein ist der Brimboria e.V., der sich vorwiegend mit (pop-)kulturellen Phänomenen auf kritisch-wissenschaftlicher und interventionistisch-praktischer Ebene beschäftigt. Die Expertise aus der langjährigen aktivistischen Praxis wird so in ein Jugendprojekt hineingetragen. Zum Abschluss wird in einer Podiumsdiskussion zum einen das Verhältnis zwischen Kunst und Gewalt genauer betrachtet, zum anderen werden aber auch gewaltfreie Perspektiven für junge politisch Aktive, auch nach dem Wahljahr 2019, erarbeitet. Die „Front deutscher Äpfel“ soll hier als Beispiel dienen, an dem Neues entwickelt wird. Dabei dienen Satire, Überspitzung und Verfremdung als künstlerische Werkzeuge, mit denen öffentlichkeitswirksam in den politischen Diskurs eingegriffen werden kann. Diese Praxis soll auch dazu dienen, anti-demokratische Akteurinnen und Akteure bzw. Verhaltensweisen sichtbar zu machen und bei der Analyse von Medienstrategien zu helfen. Gewaltfreiheit ist dabei ein Grundprinzip, das es auch ermöglicht, Orte und Menschen zu erreichen, die sonst verschlossen blieben. Gleichzeitig findet die praktische Vermittlung handwerklicher Fähigkeiten zur Erstellung von Plakaten, Flyern, Requisiten, Filmmaterial und Online-Beiträgen statt.

Kontakt:

Grit Fenner
g.fenner@minor-kontor.de

„Satirekollektiv” ist Teil des Projektes „Frontaldiskurs“.  Das Projekt wird durch das Programm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.