Beispiele gelungener Arbeitsmarktintegration
InSights
Kontakt:
Nadja Türke
n.tuerke@minor-kontor.de
Die InSights wurden im Rahmen des Projektes Sefa veröffentlicht.
Beispiele gelungener Arbeitsmarktintegration
Die Sefa InSights bieten kompakte Einblicke in ausgewählte Projekte, Programme und Initiativen, die zeigen, wie die Arbeitsmarktintegration von Frauen mit Fluchterfahrung nachhaltig gelingen kann. Diese reichen von Qualifizierungsprogrammen, die speziell auf Frauen mit Fluchterfahrung zugeschnitten sind, über Strategien zur Diversifizierung von Belegschaften und betrieblichen Integration bis hin zu Social Businesses und gemeinnützigen Projekten, die Teilhabe durch und über die Erwerbsarbeit hinaus fördern.
Als Produkt der Sefa-Labore – eines Austauschformats, das im Projekt Sefa zusammen mit den jeweiligen Praxisakteuren (Unternehmen, Verwaltungen, NGOs, Vereinen oder Bildungsträgern) sowie Mitgliedern der Facharbeitsgruppe umgesetzt wurde – haben die Sefa InSights das Ziel, bestehende und innovative Ansätze im Bereich der Arbeitsmarktintegration von Frauen mit Fluchterfahrung gemeinsam zu betrachten und ihre Übertragbarkeit auf andere Kontexte zu prüfen. Die Labore bilden zugleich eine Grundlage für die Entwicklung übertragbarer Modelle, die den Wissenstransfer zwischen verschiedenen Akteuren unterstützen sollen.
Socialbee und IKEA entwickeln gemeinsam ein Qualifizierungsformat, das auf flexible Teilnahme, digitale Lernformen und begleitete Praxiseinsätze setzt. Ziel ist es, Frauen mit Fluchterfahrung beim Aufbau beruflicher Perspektiven im Einzelhandel zu unterstützen. Das Programm zeigt, wie Unternehmen und soziale Dienstleister kooperativ zusammenarbeiten und Zugangshürden senken können.
Die Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration der Freien Hansestadt Hamburg erprobt mit einem „Job-on-Top“-Ansatz neue Zugangswege für Frauen mit Fluchterfahrung in die Verwaltung. Praktika und befristete Stellen ermöglichen erste Berufserfahrung und Perspektiven auf interne oder externe Beschäftigung. Das Beispiel zeigt, wie Verwaltungsorganisationen sich schrittweise für neue Zielgruppen öffnen können.
Grand Beauty ist eine transkulturelle Initiative und ein nichtkommerzieller Schönheitssalon, der als Begegnungsort von und für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung gestaltet ist. Über gemeinsame Schönheitspraktiken und die einladende Atmosphäre entstehen Austausch, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung. Das Beispiel rückt nicht die Arbeitsmarktintegration selbst, sondern deren gesellschaftliche Voraussetzungen und zivilgesellschaftliche Anteile gelebter Teilhabe in den Mittelpunkt.
Die Stadtwerke Trier – ein kommunales Unternehmen der Daseinsvorsorge – etabliert neue Wege, um Frauen mit Fluchterfahrung nachhaltig in Beschäftigung und Betrieb einzubinden. Sprachförderung, Mentoring und interne Vernetzung bilden dabei zentrale Bausteine eines umfassenden Maßnahmenpakets. Das Beispiel zeigt, wie öffentliche Arbeitgeber Vielfalt strategisch verankern und dabei Fachkräftesicherung und Teilhabeorientierung praktisch miteinander verbinden können.
Schwarzkopf und jobs4refugees entwickeln in Zusammenarbeit mit lokalen Salons und weiteren Partnern ein Qualifizierungsprogramm, das Frauen mit Fluchterfahrung praxisnah in das Friseurhandwerk einführt. Die Qualifizierung setzt auf handwerkliche Praxis, alltagsnahe Sprachförderung, enge betriebliche Anbindung und realistische Beschäftigungs- und Ausbildungsperspektiven. Der Multi-Stakeholder-Ansatz bündelt dabei unternehmerische, pädagogische und soziale Expertise in einem gemeinsamen Prozess.
Chickpeace ist ein Hamburger Cateringbetrieb, der von und mit Frauen mit Fluchterfahrung aufgebaut wurde und heute einem mehrköpfigen Team subventionsfreie, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ermöglicht. Gemeinsam mit der Deutschen Hotelakademie (DHA) entwickelt Chickpeace außerdem ein Qualifizierungsprogramm, das noch mehr Frauen mit Fluchterfahrung neue und barrierearme Zugangswege in der Gastronomie eröffnen soll. Das Beispiel verbindet klare Teilhabeorientierung und Empowerment mit einem innovativen Weiterbildungsmodel.
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Nadja Türke
n.tuerke@minor-kontor.de
Die InSights wurden im Rahmen des Projektes Sefa veröffentlicht.
