Neu in Berlin Live

“Digital Streetwork” für Neuzugewanderte in Berlin

Das Projekt „Neu in Berlin Live“ macht “Digital Streetwork” durch Beratung und Info-Materialien für neueingewanderte Migrantinnen und Migranten und Geflüchteten in den Sozialen Medien in Berlin. Der Fokus liegt dabei besonders auf englisch-, rumänisch- und arabischsprachigen Communities.

Screenshot Projektvideo

Kontakt:

Tobias Stapf
t.stapf@minor-kontor.de

Laufzeit:

01.01.2022 – 31.12.2022

Sprachen: اَلْعَرَبِيَّةُ | english | română

Social Media:

Gerade während der Pandemie waren und sind die Sozialen Medien eine der wichtigsten Informationsquellen für Neuzugewanderte und Geflüchtete in Berlin. Dies gilt neben den aktuellen Corona-Maßnahmen auch für Fragen zu verschiedenen Rechtsbereichen wie z. B. Sozial-, Aufenthalts-, Miet- und Verbraucherrecht.  

Anhand dieser Erkenntnis hat „Neu in Berlin“ als erstes Projekt in Deutschland seit 2016 den Ansatz der „Digital Streetwork“ entwickelt – das bedeutet wir gehen über professionelle Konten und mit verlässlichen Informationen und Beratungsangeboten dorthin, wo sich Neuzugewanderte austauschen und informieren: in die Sozialen Medien. 

Auf der Grundlage unserer Arbeit über die letzten Jahre konnte das Team von „Neu in Berlin“ gerade während der Pandemie wichtige Arbeit leisten bei der Übersetzung und Vermittlung von aktuellen Informationen und Beratungsangeboten für Neuzugewanderte über die Sozialen Medien. 

Das aktuelle Projekt „Neu in Berlin Live“ konzentriert sich neben der Beratungsarbeit noch stärker darauf, mit der Produktion und Verbreitung mehrsprachiger, digitaler Informationsmedien wie Infografiken, Videos, Interviews und Live-Frage-und-Antwort Sessions die Verbindung zwischen den vielfältigen Berliner Beratungsangeboten mit den digitalen Netzwerken von Neuzugewanderten nachhaltig zu stärken. 

Alle „Neu in Berlin“ Projekte arbeiten daran, eine Antwort darauf zu finden, wie eine dauerhafte Brücke zwischen Verwaltungen, Beratungsorganisationen, Migrantenselbstorganisationen und den digitalen Netzwerken von Neuzugewanderten in Berlin geschlagen werden kann. In diesem Kontext konnten die Projekte „Neu in Berlin“ (2016-2019) und „Neu in Berlin Plus“ (2020-2021) folgende Erkenntnisse gewinnen: 

  1. Mehrsprachige „Digital Streetwork“ kann einen wichtigen Beitrag liefern zur Entlastung analoger Beratungsangebote, um den wachsenden Informationsbedarf von Neuzugewanderten abzudecken und Risiken durch fehlende oder falsche Informationen und Missbrauch in den Sozialen Medien zu reduzieren. 
  2. Digitale Informationsangebote von öffentlichen Institutionen und gemeinnützigen Beratungsanbietern durch Neuzugewanderte wirken meist positiv auf die Orientierung und die Vertrauensbildung in eben diese Institutionen. 
  3. Es braucht eine enge Verzahnung von digitalen und analogen Angeboten, um Ratsuchende so direkt wie möglich an die für sie relevanten Informationen bzw. Stellen zu verweisen. 
  4. Die Netzwerkarbeit zwischen Beratungseinrichtungen, Migrantenselbstorganisationen und digitalen Akteuren ist entscheidend ist für den Erfolg und die Nachhaltigkeit der „Digital Streetwork“. 

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.

 

 

Das Projekt arbeitet zusammen mit dem Willkommenszentrum – Beratungsstelle der Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration.

Willkommenszentrum Berlin