Neu in Berlin

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Neu in Berlin

 

Das Projekt „Neu in Berlin“ entwickelt Strategien und Konzepte des „aufsuchenden Informationsmanagements“ für die Zielgruppe von neueingewanderten Migrantinnen und Migranten und Geflüchteten in Berlin. Ausgangspunkt ist dabei die Forschungs-Erkenntnis, dass neuein­wandernde Migrantinnen und Migranten ein grund­legend anderes Informations- und Kommunikationsverhalten an den Tag legen als vorherige Genera­tionen. Dadurch verlieren die „konventio­nellen“ Informations­angebo­te wie Beratungsstellen, Websites, Broschüren, Flyer etc. immer mehr an Zugang und Bedeu­tung für viele Zielgruppen und damit auch – trotz guter inhaltlicher Qualität – für die Integration. Dies ist eine Herausforderung für alle Akteure, die im Bereich der Integrationsunterstützung aktiv sind. Die Informationssuche der Migrantinnen und Migranten bleibt oft auf ober­flächliche, teilweise irreführende, informelle Informationsquellen beschränkt, die auch bei gravie­renden Problemen der Integration genutzt werden. Das gilt sowohl für Geflüchtete als auch für Zuwandernde aus Europa. Beide Gruppen kommen verstärkt nach Berlin und machen einen wachsenden Anteil der Bevölkerung aus.

Das Informations- und Kommunikationsverhalten von Migrantinnen und Migranten und Geflüchteten ist fluide und konzentriert sich auf immer wieder wechselnde „Hotspots“ der Information und Kommunikation, z. B. thematische Facebookgruppen, Whatsapp-Gruppen oder aktuell vielgenutzte Blogs. Der Ansatz der „aufsuchenden Information“ sieht daher vor, dass sich das Beratungspersonal in den sozialen Medien dorthin „begibt“, wo sich die Neueinwandernden informieren und austauschen. Die Beratenden beteiligen sich mit qualifizierten Beiträ­gen an den Diskussionen in sozialen Netzwerken, um Antworten auf im Internet gestellte Fragen zu finden und auf zuverlässige Informationsquellen zu verweisen.

Das Projekt stellt den vorhandenen Beratungs-, Bildungs- und Unter­stützungsstrukturen für Migrantinnen und Migranten in Berlin Wissen und individuelle Beratung zur Verfügung und soll so nachhaltig deren Zugang und Effektivität in Bezug auf Neueinwan­dern­de in Berlin verbessern. Es konzentriert sich auf die Beratung, Schulung und Übergabe von Instrumenten an die in Berlin bestehende, reichhaltige Informations-, Beratungs- und Bildungsinfrastruktur. Zu diesem Zweck wird „Neu in Berlin“ einen digitalen Information Hub erstellen, über den die Beratungsakteure alle Informationen und Weiterbildungsangebote für die Entwicklung einer digitalen Beratungs- und Social Media Strategie nutzen können.

Bei weiteren Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an:
Tobias Stapf - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Das Projekt läuft von September 2016 bis Dezember 2019.

 

Das Projekt wird aus Mitteln der Lottostiftung Berlin und der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen finanziert.

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