Kulturschock

Extremistischer Gewalt bei linksaffinen Jugendlichen durch Kunst entgegenwirken

Das Modellprojekt soll linksaffine Jugendliche zu einem Diskurs zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zu Rechtsstaatlichkeit und Untauglichkeit von Gewalt befähigen, um extremistischer Gewalt entgegenzuwirken.

Kontakt:

Elisabeth Hoffmann
e.hoffmann@minor-kontor.de

Laufzeit:

01.08.2011 – 31.12.2014

Linksaffine Jugendliche beziehen ihre Einstellungen und Haltungen oft aus Versatzstücken sogenannter autonomer, anarchistischer, antikapitalistischer und antifaschistischer Ideologien. Gleichzeitig gibt es eine Verknüpfung mit Jugendkulturen wie beispielsweise dem Punk und verschiedenen Subkulturen, die sich als „Antifa“ verstehen. Kritische und gesellschaftspolitische Haltungen bis hin zu pauschaler Abneigung gegenüber rechtsstaatlichen Grundsätzen und Strukturen kennzeichnen große Teile der Szenen. Teilweise sind zugespitzte politische Positionen und radikale Haltungen zu beobachten, die auch strafbarem bis gewalttätigem Handeln nicht aus dem Weg gehen. Jugendliche aus den beschriebenen Szenen stehen oft künstlerischen und kulturellen Ausdrucksformen sehr offen gegenüber.

Extremistischer Gewalt entgegenwirken

Das Modellprojekt soll linksaffine Jugendliche zu einem Diskurs zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zu Rechtsstaatlichkeit und Untauglichkeit von Gewalt befähigen, um extremistischer Gewalt entgegenzuwirken. „Transportmittel“ für diese Auseinandersetzung sind künstlerische Aktivitäten und deren Präsentation und Diskussion mit „der Gesellschaft“. Im Mittelpunkt stehen dabei die Kunstformen, die in der Szene besondere Beachtung finden und sich daher für einen Dialog besonders anbieten. Zudem sollen sich die Jugendlichen auch mit den Themen gewaltfreie Kommunikation, zivile Konfliktbearbeitung und Zivilcourage auseinandersetzen.

In mehreren experimentell angelegten Aktivitäten zwischen Sommer 2011 und Ende 2015 wird das Projekt linksaffine Jugendliche mit Pädagoginnen und Pädagogen sowie Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen zusammenbringen, um gemeinsam Produkte entstehen zu lassen. Diese tragen in ihrem pädagogisch begleiteten Entstehungsprozess zur Reflexion der Jugendlichen bei.

Zusammenarbeit mit Projektpartnern

Um die Jugendlichen zu erreichen, arbeitet das Projekt eng mit Jugendzentren und Kultureinrichtungen, Künstlerinnen und Künstlern sowie Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen, aber auch mit Trägern von Jugendhilfemaßnahmen, der offenen Jugendarbeit und der Straßensozialarbeit zusammen.

Teilprojekte

Projektberichte

Abschlussveranstaltungen

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben und durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

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